Baubeschrieb 2008 - Gartenbahn Toffeholz

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Baubeschrieb 2008

Beschrieb

Aber wie fängt man an? Die genauen Planer machen Zeichnungen, überlegen sich eine Streckenführung und vermessen alles aufs genauste. Wir nicht ganz!! Heisst aber nicht, dass wir ungenau arbeiten. Nein ganz und gar nicht, dazu sind wir zu sehr Perfektionisten. Aber der Startschuss fiel ohne irgendwelche geometriesche Vorgaben und Ausmessungen. Anfang 2008 überlegten wir, was so alles gebauten werden soll. Zwei Bahnhöfe, mindestens ein Tunnel, ev. noch eine Brücke musste schon dabei sein. So standen wir auf dem Gelände, überlegten hin und her wo und wie wir Anfangen wollen. Doch Schlussendlich stand ein spontaner Spatenstich am Anfang mit der Aussage: "Hier kommt der Tunnel hin."

Danach wollten wir die Fortsetzung des Tunnels aufschütten, so das gleich die ersten Böschungssteine gesetzt wurden. Wie so oft noch in unserer Bautätigkeit, machten wir hier nun etwas, das wir später wieder wegrissen. Auch gehörten viele Grabarbeiten dazu, die Erde von einem Ort zum anderen zu verlegen.

Zum Beispiel, wie wäre es mit einem Viadukt? Aber wie am besten oder gleich einen kaufen? Doch bei der Durchsicht im Internet merkte man schnell, entweder kostet es einiges, oder man versucht was Eigenes zu machen. Hier kam nun der Erfindergeist unseres Mechanikers zum tragen. Damit beim Viadukt von den Proportionen ein stimmungsvolles Bild entsteht, wurde auf ein Bogen mit verschieden Radien Wert gelegt. Er erbaute eine Form, mit der man den Bogen immer wieder neu giessen konnte. Schnellbeton und auch Armierungseisen ermöglichte ein schnelles und stabiles Bauen.

Damit Interssenten nicht gleich bei uns Abkupfern und ausmessen müssen, bieten wir die Bogen auch zum Kaufen an. Sollten sie Interesse haben, so melden sie sich doch per Email bei uns. Preis ist bei mehreren Bogen Verhandlungssache.


TUNNEL UNTER EINEM TUNNEL


Beim untersten Bahnhof wollten wir zuerst immer mit den Loks umfahren, da die Züge immer länger wurden und auch immer mehr Züge verkehren sollten, kam unser Mechaniker auf die Idee, dass wir doch einen Kehrtunnel bauen sollten. Aber nun war dafür kein Platz vorhanden, denn wir haben den ersten Viadukt gleich an einen Tunnel angebaut. Was blieb uns anderes übrig als versuchen unter dem ersten Tunnel einen zweiten zu bauen. So buddelten wir mal drauf los, von beiden Seiten zuerst mit Pickel und Schaufel und beim Durchbruch dann mit kleinerem Werkzeug.

Nach dem erfolgreichen Durchbruch, ohne der heiligen Barbara zu danken, bauten wir darunter gleich einen Böschungsstein ein, der die notwendige Stabilität für den oben liegenden Tunnel bieten soll. Der Rest des Tunnel wurde dann in offener Bauweise (siehe auch Tunnelbau) ausgeführt. Dies erwies sich als Vorteil, als bei Testfahrten mit der Mallettdampflok diese im Tunnel stecken blieb. So musste der ganze Tunnel nochmals neu gebaut werden, damit genügenden Freiheit im Lichtraumprofil herrscht.


WIE KAMEN WIR ZU DEN VERSCHIEDENEN BAHNHOFNAMEN


Bei der Stichbahn mussten wir zum einten einen Kompromiss eingehen, da wir ein Tunnel mit einem kleinen Radius bauen mussten, aber sonst war es uns nicht möglich zwischen all den Wurzeln der Bäume eine Streckenführung zu machen. Durch die vielen Wurzeln im Boden kamen wir auf den ersten Namen eines Bahnhofes, nämlich Wurzelheim.

Als weiteres sollte ein zweiter Tunnel mit maximalem Gefälle die notwendige Höhendifferenz herstellen. So graben wir wieder mal ein Teil des Geländes weg, bis wir auf einmal auf einen Widerstand stossen. Diesmal keine Wurzel, sondern etwas grösseres. Einen Stein. Aber das war ja nicht der erste, den wir ausgrabten, aber dieser hatte es in sich. Wie auf dem Bild erkennbar, hatte er eine beachtliche Grösse. Ein richtiger Findling. Er musste mühsam ausgegraben werden, und wir versuchten in zu zerschneiden. Doch mussten wir dieses Unterfangen schon bald aufgeben, wegen zu starken Widerstandes seitens des Steines. Aber weg musste er, da er sonst unsere Pläne durchkreuzte. So legten wir in auf die Seite wo wir die Streckenführung im ihn herum bauen konnten. So ergab sich der zweite Bahnhofnamen, Findelegg.

Der grosse Bahnhof wurde ja auch als Hauptbahnhof geplant so das er auch diesen Namen erhielt mit der Anspielung auf die Ortsteil wo die Anlage steht. Als letzter Bahnhof wurde noch der oberste bestimmt, der erst noch aufgebaut wird. Dieser mit Namen Birkenhof, lehnt sich an die zwei Birken die uns immer wieder Kopfzerbrechen machten beim bauen.


WAS SONST NOCH SO GEBAUT WURDE


Mein Traum war auch noch dass die Strecke über einen Teich führen sollte. So musste in der untersten Ecke der Anlage das Gelände ausgeebnet werden für den Teich.  Da wir noch zwei Bogenbrücken von LGB hatten sollten diese auch zum Überbrücken des Teichs dienen. Aber da wir nicht so viel Gelände aufschütten wollten, dass wir auf das notwendige Niveau kommen, kamen wir auf die Idee unsere Viaduktbogen über den Teich einzubauen. Zu einem Teich gehört auch ein Bach, so dass wir diesen gleich auch noch planten und bauten.

Als weitere Herausforderung gestaltete sich die Kurve um die Tanne, Mit Radius R1 und noch etwa 200 ‰ Steigung ist es wichtig auf eine saubere Gleislage. Wir haben das Gleis mit diversen Unterlagen ausgerichtet und danach am Boden fixiert. Im sichtbaren Bereich der Zahnstange haben wir Halter von TrainLi verbaut. Es hat sich so bewährt das beim nächsten Streckenausbau im Jahr 2010 eine weitere Zahnstrecke dazukommt.

Was uns, respektive mir, immer vorschwebte war auch eine Teilstrecke mit Zahnrad. Aber wo so genau die Strecke sein sollte kam uns nicht in den Sinn. Eine Möglichkeit gab es vom untersten Bahnhof zum Hauptbahnhof hinauf. Doch waren wir nicht sicher ob das gehen würden bei einer maximalen Steigung von 250 ‰, also blieb nichts anders übrig als es auszuprobieren.

 
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