Schiebebühne - Gartenbahn Toffeholz

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Schiebebühne

Tipps&Tricks > Gleisbau

Während sich das Rollmaterial immer mehr vermehrt, wird’s in der Garage immer knapper mit dem Abstellplatz. Da die Lokomotiven meistens an den Zugskompositionen angekoppelt bleiben, nehmen diese eben auch viel Platz auf den Abstellgleisen in Anspruch. Somit suchten wir eine Lösung um wieder Raum zu gewinnen für die Wagons und Lokomotiven abzustellen. Es zeichnete sich bald ab das eine Schiebebühne, die eine Etage tiefer als die Einfahrt in den Schattenbahnhof  eingebaut werden könnte, eine gute Lösung darstellt. Eine Schiebebühne mit 5 Parkpositionen,  die auf einer Seite für zwei und gegenüber für eine Lok Platz bietet, wird unsere Platzproblem ein wenig entschärfen und auch das Rangieren vereinfachen.

Die Grube für die Schiebebühne besteht aus einem Aluminium-Rahmen und der Boden ist mit einer 25mm starken MDF Platte ausgelegt worden. Die Masse betragen 700mm x 840mm x 88mm. Die Bühne ist auch aus Aluminium hergestellt, so dass auch Schwere Loks bis zu 10kg keinen Durchhänger produzieren. Für die Befestigung der Schienen verwendeten wir die Schienenstühle von Thiel. Für den Antrieb sorgt ein 12V Getriebemotor aus dem Conradsortiment. Die Bühne ruht auf zwei Zahnstangen aus Azetalharz  Modul 1 und wird direkt von den Zahnrädern gestützt. Im Innern der Bühne verdeckt liegen die Zahnräder für die Verschiebungen. Gekoppelt auf einer durchgehenden 8mm Achse aus Messing sind zwei Modul 1 Zahnräder mit 45 Zähnen aufgesetzt und mit einer Stiftschraube gesichert. Diese Methode erleichtert uns das Ausrichten der Bühne. Für die Lagerungen der diversen Achsen setzten wir Bundbuchsen aus Sintermessing ein. Was zum schwierigerem Teil gehört, ist das positionieren der Schiebebühne. Durch den grossen Durchmesser der Zahnräder auf der Antriebswelle, ergibt sich einen Umfang von 141mm. Das reicht aus, um nach einem Umgang die Bühne wieder zu stoppen um die Loks nebeneinander zu stellen. Um die Umgänge zu zählen ist eine Zählscheibe erstellt worden, die einerseits eine Kerbe besitzt um 360° zu detektieren und zwei weitere in 50° Links und Rechts davon, um eine Schaltung auszulösen. Ausgelesen werden die Kerben mit einem Mikroschalter, der die Werte an die Steuerung weiter leitet. Für die Stromübertragung wählten wir wegen der Feuchtigkeit eine feste Verdrahtung mit einem Flachbandkabel. Sieht nicht besonders schick aus, dafür aber eine sichere Verbindung. Um das Ganze zu Steuern setzen wir eine SPS S5 ein, weil wir beim Lift gute Erfahrungen damit gemacht haben. Das Ganze ist vom Aufbau her einfach und weiter ausbaubar.

So soll sie funktionieren:
Auf einem Paneel sind die verschiedenen Parkpositionen mit einem Taster ausgerüstet. Durch die Betätigung einer Taste wertet die SPS aus wohin und in welche Richtung die Bühne bewegt werden soll. Beim Start ist die Kerbe 360° offen. Fährt die Bühne an, schliesst sich der Mikroschalter und die SPS beginnt zu zählen. Nach 50° wertet die Steuerung die nächste Kerbe aus und beschleunigt die Bühne in den 2 Gang. Nach weiteren 260° folgt die nächste Auswertung. Muss die Bühne an nächste Parkposition anhalten, schaltet die Steuerung zurück in den 1 Gang um bei Erreichen der 360° in den Stillstand zu gelangen. Muss die Bühne nicht anhalten zählt die Steuerung die Kerben weiter ein und lässt sie durchfahren bis die nächsten 310° abgefahren sind. So wiederholt sich das Ganze bis die Bühne an ihre Endposition gelangt ist. Hat die Bühne den gewählten Standort erreicht, so schaltet die Steuerung die endsprechenden Gleise ein und auch die Bühne erhält wieder Fahrstrom. An beiden Enden des Stellweges der Bühne haben wir als Sicherheit für den Motor und das Getriebe zwei Endschalter eingebaut die die Stromzufuhr zum Motor unterbrechen. Diese Schalter sollten im Normalfall nie erreicht werden, sofern die Steuerung funktioniert.


 
 

Erste Modifikationen:
Nach dem wir sie eingebaut haben und die ersten Monate mit einem reibungslosen Betrieb erfreuen konnten, hat sich eine kleine Schwäche eingeschlichen. Das Flachbandkabel zwischen der Steuerung und der Schiebebühne stellt zwar eine zuverlässige Verbindung dar, doch durch die vielen hin und her Bewegungen wurde das Kabel auch mal unter der Bühne eingeklemmt. So dass dieses immer wieder neu gerichtet werden muss.
Wir haben uns daher überlegt wie wir eine bessere  Übertragung bauen können die nicht mehr eingeklemmt werden kann.
Schlussendlich sind wir auf Stromschienen gekommen. Wir haben dünne Messingstreifen auf den Boden fixiert, die für die Versorgung der Schiebbühne dienen soll. Zur Stromabnahme haben wir der Schiebebühne Schleifkontakte versehen die nun den Motor und die weitere Elektrik versorgt. Nun läuft die Schiebebühne wieder im gewohnten Zustand.

 
Suche
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü