Semaphor - Gartenbahn Toffeholz

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Semaphor

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Manchmal muss man einfach am richtigen Ort arbeiten. Der Zufall wollte dass direkt vor meiner Arbeitsstelle das alte Semaphor weggerissen wurde, für eine Gebäudesanierung. Schnell nachgefragt was damit passiert, und anstatt auf den Schrott, wechselte der Besitzer.
Doch am Anfang fehlte mir die Zeit irgendwelche Sanierungsarbeiten am Signal auszuführen, so lag es von nun an der Witterung ausgesetzt auf einem Kohlebunker.

Nach einiger Zeit entschlossen wir uns nun dem Signal anzunehmen, neben der mühsamen Demontage fanden auch einige Recherchen statt. Denn das Signal war nicht ganz komplett beieinander, da es zuletzt nur als Zierde diente. Wir aber wollten, wenn möglich, ein möglichst funktionierendes Signal hinstellen.

Bei der Demontage zeigte sich bald, dass die lange Zeit draussen dem Material sehr zugesetzt hat. Mit Hilfe von Trennscheibe, heisser Flamme konnten die Nieten schlussendlich mit einem schweren Hammer entfernt werden. Damit der spätere Zusammenbau klappt, wurden sehr viele Bilder gemacht. Auch der Sandstrahler hatte später seine liebe Mühe mit dem Signal, er meinte nur, so viele Farbschichten aufeinander musste er noch nie entfernen.

Sobald alle Teile vom Sandstrahlen zurück waren, fingen wir sogleich mit dem Zusammenbau an. Zum Glück hatten wir genug Bilder gemacht, damit auch wieder alle Teile an die richtige Stelle kammen. Gleich nach der Montage des Mastes mussten wir den Schlitten für die Lampe ausprobieren. Gewisse Stellen der Gleitschiene mussten nur noch mit einem Hammer ein wenig gerichtet werden. Da wir beschlossen hatten alle Bolzen durch neue zu ersetzen, hatten wir in den Gelenken auch nicht zu viel oder zu wenig Spiel. Nach dem ersten Anbringen des „Lollipop“, zeigte sich, dass ein Verbindungstück fehlte, doch dies ist für unseren Spezialisten ein kleines Problem. Kurzerhand erstelle er ein neues Teil.

Nach der Montage aller Teile, haben wir die Vorderseite auch gleich mit den entsprechenden Farben angemalt. Als Hinweis für Interessierte: Rot = RAL 3000, Weiss = RAL 9016, Grau = RAL 7039, Schwarz = RAL 9005. Auch der „Lollipop“ musste farblich noch angepasst werden. Nachdem alles getrocknet war, konnten wir es auch nicht lassen, das Ganze bereits in der Werkstatt einmal zusammenzubauen. Gewisse Teile, wie das Stahlseil für den Schlitten und die Farblinsen mussten noch besorgt werden. Auch haben wir bereits überlegt, wie wir den Antrieb bewerkstelligen wollten. Aber wie so oft, kommt es dann später doch anders als wir es geplant haben..

Was wir nun noch brauchten ist ein entsprechendes Fahrzeug für den Transport, den schon der Mast alleine hat ein beachtliches Gewicht, dass ein manuelles Aufstellen vor Ort verunmöglichte. Aber auch hier fand sich eine Lösung mit einem kleinen Transporter mit einem aufgebauten Kran. Vor Ort war das Signal mit dem Kran schnell an seinem Platz, und konnte sogleich mit der Mauer verschraubt werden. Nachdem alle Dübel gesetzt waren, und auch der „Lollipop“ auf seinem angestammten Bolzen montiert war, fanden die restlichen Kleinarbeiten statt. So musste das Seil für den Schlitten eingezogen werden, die Lampe verdrahtet werden und einen Aufzug montiert werden. Dieser hat in der Zwischenzeit auch einen automatischen Antrieb erhalten. Als Gag wurde mittels eines Lichtschlauches die Rückseite beleuchtet, so kann er bereits in einiger Entfernung erkennt werden.

Da die Originallinsen nicht mehr erhältlich waren, haben wir uns entschlossen diese durch farbiges Plexiglas zu ersetzen, auch musste die Lampe noch fertig saniert werden. Dazu wurde diese auch komplett Sandgestrahlt und schwarz gespritzt, was zwar nicht ganz dem Original entspricht, gibt aber dem ganzen einen besonderen Farbtupfer.


Sobald das Signal grün zeigt, ist auch unsere Anlage in Betrieb.

 
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